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[personal profile] acetonperoxid
Malik rieb sich die Handgelenke, während er aufstand. Obwohl er gefesselt gewesen war und nicht viel Bewegungsfreiheit hatte, wirkten seine Bewegungen grazil. Mariku ließ ihn nicht aus den Augen, auch wenn er ihm nicht viel entgegen setzen könnte, sollte er ihn angreifen. Doch Malik tat nichts dergleichen. Er berührte die Kratzer an seiner Wange und verzog missbilligend das Gesicht. Seine Augen verengten sich und er gab einen Zischlaut von sich.
„Also“, fing Mariku an und Maliks Blick richtete sich auf ihn. „Wo sind wir?“
„Ich bin hungrig.“
„Sag mir erst, wo wir sind.“
Malik legte den Kopf leicht schief. „Nein.“ Mariku schloss für einen Moment die Augen. Langsam aber sicher gingen ihm diese Aliens wirklich auf den Geist. Er sah Malik an. Er würde ihm zeigen, dass er sich nichts gefallen ließ. Malik verdankte ihm inzwischen so viel, da konnte er zumindest ein bisschen Respekt erwarten. Er machte einen Schritt nach vorne, doch Malik reagierte wesentlich schneller als Ryou zuvor und drehte den Spieß um. Er presste Mariku gegen die Wand. Sie waren gleichgroß. „Mach keinen Fehler, Mensch“, flüsterte Malik und leckte sich über die Lippen. Er ließ wieder von Mariku ab und dieser fasste sich an die pochende Schulter.
„Wenn du mich tötest, werden die anderen nicht zögern dich umzubringen“, fuhr Mariku ihn an, doch Malik lachte nur. Er machte eine auslandende Geste.
„Und du denkst, sie haben eine Chance?“ Malik grinste überheblich, dann packte er Mariku wieder am Kragen und zog ihn zu sich. „Und jetzt gib mir was zu essen, bevor wir gefressen werden.“ Er stieß ihn von sich Richtung Tür. Mit grimmigem Blick strich sich Mariku sein Shirt glatt.

Es war kein angenehmes Gefühl Malik den Rücken zuzudrehen, weshalb Mariku immer wieder unruhige Blicke über die Schulter warf. Doch Malik folgte ihm schweigend; sein Blick wanderte umher, als würde er das Schiff analysieren. Mariku biss sich auf die Unterlippe. Wahrscheinlich tat er das auch und plante schon, wie er sie alle umbringen würde. Zumindest konnte er sie nicht alle umbringen, wenn er hier weg wollte, denn das Schiff brauchte drei Leute für die Steuerung.
Als die Tür zur Küche aufglitt, warf Mariku nochmal einen Blick über die Schulter. Ob Malik das wusste? Obwohl er zuvor noch besorgt schien, wirkte Malik jetzt ganz ruhig. Waren sie wirklich in Gefahr? Was war mit Jonouchi passiert? Lebte er noch?

Malik ließ sich auf einen der Stühle sinken und begann mit seinen Klauen auf der Tischplatte zu trommeln. Mariku öffnete die Kühlung. „Was… isst deine Rasse?“
„Fleisch“, war die knappe Antwort. Mariku starrte den Inhalt des Kühlschranks an und war im ersten Moment überfordert. Das Essen war in verschiedenen Behältern abgepackt, die zwar beschriftet waren, doch in einer Sprache, die Mariku nicht kannte. Unsicher streckte er die Hand aus. „Direkt vor dir, gleich der erste links“, sagte Malik in seinem gewohnt gelangweilten Tonfall. Mariku sah ihn kurz an und griff anschließend nach dem blauen Behälter. Er stellte ihn auf den Tisch und entfernte den Deckel. Bevor er noch irgendetwas tun konnte, hatte sich Malik schon ein Stück Fleisch geschnappt und riss gierig die Verpackung ab.
Mariku schloss den Behälter wieder, doch bevor er ihn vom Tisch heben konnte, knallte Maliks Hand auf den Deckel und verhinderte das. Kauend sah er Mariku an, dieser hob die Hände und setzte sich Malik gegenüber. Malik schlang das Fleisch regelrecht hinunter und Mariku wurde schon vom Zuschauen schlecht.

Die Tür glitt auf und Ryou trat ein. Sein linker Oberarm war einbandagiert und in den Händen hielt er eine Waffe, die er sofort auf Malik richtete. Malik aß jedoch unbeeindruckt weiter, auch wenn er Ryou nicht aus den Augen ließ. Ryous Blick wanderte kurz zu Mariku; er bedachte ihn mit demselben hasserfüllten Blick mit dem er Malik ansah. Mariku ignorierte es.
„Nun?“ Malik riss einen Brocken Fleisch mit den Zähnen ab und kaute genüsslich. Ryou knirschte mit den Zähnen. „Wo ist Jonouchi?“
Malik schluckte und wischte sich mit dem Handrücken über den Mund. „In ihrem Nest.“
„Er lebt noch?“
„Höchstwahrscheinlich.“ Die Tür glitt erneut auf und der Rest der Crew trat ein. Allen voran Honda, der keine Miene verzog als er Malik sah. Bakura sah ihn neugierig und mit gehobenen Augenbrauen an. Anzu dagegen vermied jeglichen Blickkontakt. „Seinen Beschreibungen zufolge“, er machte eine flüchtige Handbewegung in Marikus Richtung, „sind wir auf Latro und haben es mit Trodectans zu tun.“ Verständnislose Blicke wurden ausgetauscht und Malik verdrehte die Augen. Er schob sich das letzte Stück Fleisch in den Mund und öffnete dann den Deckel um sich ein neues zu nehmen. „Hässliche, haarige Weiber“, erklärte er kauend.


„Das ist Selbstmord“, fauchte Malik wütend. Sie hatten ihn erneut betäubt und gefesselt und das kratzte an seinem Stolz. Er zischte und fauchte, während sie durch den dämmrigen Wald gingen. „Diese Loyalität wird uns alle umbringen!“ Er stolperte nach vorne, als Honda das Betäubungsgewehr gegen seinen Rücken stieß. Mariku stimmte ihm insgeheim zu. Es war blanker Wahnsinn Jonouchi retten zu wollen und er hatte wenig Lust deswegen zu sterben. Sie hätten auf Maliks Rat hören und sofort verschwinden sollen, doch Ryou weigerte sich Jonouchi zurückzulassen.
Anzu war die einzige, die beim Schiff zurückgeblieben war, denn Maliks Worten zufolge, hassten die Trodectans andere Frauen und würden nicht zögern Anzu umzubringen. Mariku schauderte beim Gedanken daran, was Malik ihnen noch alles erzählt hatte. Oh nein, er wollte ganz sicher nicht durch diesen Wald gehen. Nervös sah er sich um und rechnete jeden Moment mit einem Angriff. Er versuchte verbissen etwas in dem dämmrigen Licht zu erkennen, doch außer Bäume konnte er nichts sehen. Hin und wieder hatte er das Gefühl, dass sich über ihnen etwas bewegte, doch so sehr er auch seine Augen anstrengte, er konnte keine Details ausmachen. Sie trugen Fackeln bei sich, die noch nicht entzündet waren, denn Malik hatte gesagt, dass die Trodectans kein Feuer mochten. Mariku zweifelte an der Effektivität der Fackeln. Es war, als würde man mit einem Streichholz gegen einen Wolf vorgehen.
Bakura ging man der Spitze, denn er konnte am besten von ihnen sehen. Knapp hinter ihm ging Ryou. Ihre weißen Haare schimmerten im Dämmerlicht. Malik und Honda gingen hinter Mariku und alles was Mariku hören konnte, war Maliks missbilligendes, leises Zischen.

„Siehst du etwas?“, fragte Ryou leise, den Griff seiner Waffe fest umklammert. Bakura schüttelte den Kopf. Außer Bäumen konnte er kaum etwas erkennen. Hin und wieder dachte er, einen sich bewegenden Schatten zu sehen, doch dabei blieb es auch. Weder sah, noch hörte er ein Lebewesen. Von Malik abgesehen, doch er hatte es geschafft ihn auszublenden.
Mariku lüftete sein Shirt. Es klebte an seinem Oberkörper und Schweiß rann ihm von der Stirn. Die drückende Luft machte es ihm schwer vernünftig zu atmen. Sie wusste noch nicht mal, wo sie nach Jonouchi suchen mussten und rannten total planlos durch diesen Wald. Er ließ sich etwas zurückfallen um neben Malik zu gehen. „Wie hoch sind unsere Überlebenschancen?“
Malik zischte ihn an. „Nicht vorhanden.“ Sein Blick bohrte sich regelrecht in Ryous Rücken. „Und das ist alles die Schuld von diesem unnützen Sklaven!“
Ryou blieb abrupt stehen und richtete seine Waffe auf Malik. „Noch ein Wort und ich erschieß dich gleich hier.“
„Oh ja, bitte“, fauchte Malik ihn an. „Besser als das, was euch erwartet.“ Das Durchladen der Waffen klang unnatürlich laut, doch bevor Ryou abdrücken konnte, legte ihm Bakura die Hand auf die Schulter.
„Es gibt gerade bessere Ziele als ihn“, sagte Bakura mit gesenkter Stimme. „Wir sind nicht mehr allein.“
Sofort hob Mariku den Blick, doch er konnte nichts Auffälliges entdecken. Malik zischte leise und hatte den Blick auf etwas über ihren Köpfen fixiert. Kam es Mariku nur so vor, oder war es plötzlich dunkler geworden?

„Honda, die Fackeln!“ Hondas Körper begann wieder zu glühen und es reichte eine kurze Berührung seiner Hand um die Fackeln zu entzünden. Mariku hob seine über den Kopf und versuchte etwas zu erkennen. Bewegten sich die Schatten?
„Macht mich los!“ Panik schwang in Maliks Stimme mit. Sein Blick war immer noch auf etwas in der Dunkelheit fixiert und er zerrte an den Fesseln.
„Sie kommen.“ Bakuras Blick war in dieselbe Richtung gewandt wie Maliks. Ryou hob das Betäubungsgewehr, auch wenn Malik mehrmals darauf hingewiesen hatte, dass die nichts bringen würden. Trotzdem waren die Gewehre die einzigen Waffen, die sie hatten.
„Mach mich los, verdammt noch mal“, fluchte Malik. Mariku zögerte einen Moment, dann zog er das Taschenmesser aus seiner Hosentasche und setzte die Klinge an den Fesseln an. Er hielt jedoch in der Bewegung inne, als Ryou einen Schuss abgab und das Geschoss für einen Moment die Umgebung erhellte.

Zum ersten Mal konnte Mariku sehen, was die Trodectans wirklich waren, denn die einzige Beschreibung, die Malik ihnen gegeben hatte, war „hässliche, haarige Weiber“ gewesen. Ihm lief es eiskalt den Rücken hinunter. Schon als er das riesige Spinnennetz gesehen hatte, hatte er ein mieses Gefühl gehabt, und das wurde gerade bestätigt: Spinnen. Spinnenleiber, die in einen Frauenkörper übergingen. Mariku war richtig erleichtert, als das Licht wieder erlosch.
„Mach endlich!“ Maliks Stimme holte ihn aus seinen Gedanken und er hätte fast die Fackel fallen lassen, als er die Fesseln durchschnitt. Die Seilstücke fielen zu Boden und Malik drehte sich zu ihm um. Im Schein der Fackel konnte Mariku sein Grinsen sehen. „Viel Spaß beim Sterben“, flüsterte er und bevor Mariku sich versah, verschwand Malik in der Dunkelheit.
Er fluchte und ließ zu allem Überfluss auch noch sein Messer fallen. „Mariku, verdammt, was träumst du da rum?“, fuhr Ryou ihn an.
„Wo sind sie?“ Bakura war atemlos. Sein Blick glitt unruhig von links nach rechts und nach oben. Ryou richtete seine Waffe nach oben. Sie standen eng beieinander und die einzigen Geräusche waren ihre Atemzüge und das Knistern der Flammen. Mariku spürte die Hitze, die Honda ausstrahlte. „Ah!“ Bakura ließ die Fackel fallen und hielt sich die Hände vors Gesicht.
„Bakura?“
Plötzlich spürte Mariku etwas Klebriges an seinem Arm. Er versuchte es abzuschütteln und trat einen Schritt zurück, nur um das Gleichgewicht zu verlieren und auf den matschigen Boden zu fallen. Er konnte den dicken, weißen Faden um sein Fußgelenk erkennen und hob die Fackel um es zu verbrennen. Kaum kam das Feuer damit in Berührung gekommen, gab es eine Stichflamme und die Fackel erlosch. Mariku fluchte auf jede erdenkliche Weise, die ihm einfiel. Ryou fiel neben ihm auf den Boden. Er zappelte. Sein Körper war schon teilweise eingesponnen.
Die Spinnfäden zischten regelrecht, als sie Hondas Körper berührt, doch selbst dessen Hitze schien nicht auszureichen um das Eingesponnen werden zu verhindern.
Mariku strampelte mit den Beinen und versuchte wegzukommen. Er griff nach seiner Fackel und warf das Holz in die Dunkelheit. Er hörte einen dumpfen Aufprall und ein wütendes Fauchen. „Ah!“ Er fasste sich an den Hals. Irgendetwas hatte ihn gestochen, doch bevor seine Hand die Haut erreichte, wurde sein Körper taub. Mariku schnappte hörbar nach Luft, dann verlor er das Bewusstsein.


Maliks Beschreibung der Trodectans war die Untertreibung des Jahrhunderts gewesen. Sie waren für Mariku eine neue Stufe der Hässlichkeit. Ihre fetten Spinnenleiber waren mit dicken, schwarzen Haaren bedeckt und laut Maliks Aussage, wirkten diese wie eine Rüstung und konnten nicht durchdrungen werden. Der fette Leib wurde von acht Beinen getragen, doch der humanoide Oberkörper besaß noch zwei weitere Arme. Die Haare bedeckten jedoch nicht nur den Spinnenleib, sondern zogen sich hoch bis zu den Brüsten. In der Mitten blieb jedoch eine freie Stelle. Ihre Haut war so weiß wie Ryous Haare und spannte sich über ihre Knochen. Die Finger waren lang und dürr. Auch ihr Oberkörper war unverwundbar. Es war so gut wie unmöglich durch die Knochen zu brechen. Die einzige verwundbare Stelle war der Hals.
Mariku sah sich um. Er klebte in einem Spinnennetz; Arme und Beine von sich gestreckt und er konnte gerade mal den Kopf zur Seite drehen. Bakura war neben ihm. Der Bereich um seine Augen war gerötet und er blinzelte in kurzen Abständen.
„Das mit der Rettung solltet ihr noch mal üben“, hörte er Jonouchi über sich sagen.
„So schlecht kann’s dir nicht gehen, wenn du noch dumme Sprüche reißen kannst“, murrte Ryou. „Und wo ist dieser Notechis? Ich wusste, er verrät uns!“ Das Netz zitterte etwas und Mariku vermutete, dass Ryou schuld daran war. „Wer hat ihn überhaupt freigelassen?“ Kurze Stille. „Mariku!“
„Und? Ob er jetzt rumläuft oder hier mit uns hängst, was wär der Unterschied?“ Er hatte wirklich keine Lust mit Ryou zu diskutieren. Nicht in dieser Situation.

Mariku versuchte seinen Arm zu befreien, doch er konnte ihn nicht einen Millimeter bewegen. Er seufzte. Wäre er bloß zuhause geblieben und Mechaniker geworden.
Plötzlich erzitterte das Netz stärker. Etwas schien sich darauf zu bewegen. „Fass mich bloß nicht an, du hässliches Weib!“, fluchte Ryou. Mariku verdrehte die Augen. Natürlich war es eine gute Idee, die Trodectans auch noch wütend zu machen. Als ob ihre Situation nicht schon schlimm genug war.
Die Spinnenfrau tauchte vor Mariku auf und es war das erste Mal, dass er sie aus der Nähe sah. Mariku hätte gern auf diese Erfahrung verzichtet.
Das Beißwerkzeug klackte ununterbrochen. Die Augen waren riesig und in je acht kleinere Augen aufgeteilt. Mariku schaffte es nicht, sie lange anzusehen. Jedes Härchen auf seinem Körper hatte sich aufgerichtet. Eine knochige Hand umfasste sein Kinn und zwang ihn aufzusehen. Mariku schauderte. Ihm wurde schlecht bei dem Gedanken, was ihnen noch bevorstand.
Er konnte regelrecht Maliks Grinsen vor sich sehen, als er ihnen mit einem amüsierten Unterton gesagt hatte, dass sich die Trodectans mit ihnen paaren würden.

Als eine Spezies, die nur Weibchen hervorbrachte, waren die Trodectans von anderen Spezies abhängig um sich fortzupflanzen. Die Paarung war für sie regelrecht ein heiliges Ritual. Sie fingen Männchen und präsentierten sie ihrer Königin. Die Königin hatte die erste Wahl für sich und ihre Töchter um sicherzugehen, dass ihre Linie nur die besten Gene bekam.
Mariku verzog das Gesicht und war froh, als sie von ihm abließ. Er wollte sich nicht vorstellen, wie die Paarung von Statten ging. Laut Maliks Worten würden sie ein Gift injiziert bekommen, das dafür sorgte, dass zumindest ihre Körper paarungsbereit waren. „Ich wünschte, Malik hätte mich umgebracht“, murmelte er.
„Bist du etwa nicht scharf darauf ein paar echt abartige Weiber zu ficken?“
Mariku drehte den Kopf und sah Bakura angewidert an. Trotz seines amüsierten Tonfalls sah Bakura aus, als wollte er sich die nächste Klippe hinunterstürzen. Er blinzelte immer noch ununterbrochen. „Was ist mit deinen Augen?“
„Keine Ahnung, aber es brennt wie Feuer. Ich hoffe, sie beeilen sich. Ich freu mich schon auf den Teil, wo sie uns aufessen.“
„Du nervst mich schon genauso wie Jou mit deinen Sprüchen“, fauchte Ryou über ihnen.
„Ich wollte nur die Stimmung etwas auflockern.“ Jonouchi lachte und selbst Mariku musste schmunzeln. Ihre Situation konnte sowieso nicht mehr schlimmer werden. „Aber hey Mariku, es ist wie du gesagt hast: Aliens wollen dich entweder ficken oder fressen. Die Weiber hier wollen sogar beides.“ Er grinste breit und trotz ihrer misslichen Lage musste Mariku lachen.
„Ihr seid solche Spinner“, maulte Ryou.
„Ach Ryou-Schätzchen, entspann dich ein bisschen. Wir werden bald sterben.“
„Nenn mich nicht Schätzchen. Ich bin nicht dein Schätzchen!“
„Aber vielleicht wärst du’s geworden?“
„Ganz sicher nicht.“
„Wir hätten so ein hübsches Pärchen abgegeben.“
Ryou verdrehte die Augen. „Ich hoffe, sie fangen bald an, damit ich meine Ruhe vor dir habe!“
„Du verletzt meine Gefühle.“
„Wenn ich könnte, würd ich dich richtig verletzen!“
„Oh, jetzt willst du mich heiß machen.“ Bakura grinste breit, während Ryou wütend aufschrie. Das Netz erzitterte, als er sich gegen die Fäden stemmte. „Weißt du, vielleicht entspannt dich der Sex ein bisschen.“
„Ich bring dich um!“ Ryou stieß eine Reihe von Schimpfwörtern aus, dann wurde seine Stimme unnatürlich hoch und ging in einen Singsang über. Es war das erste Mal, das Mariku Ryous Muttersprache hörte. Obwohl Mariku wusste, dass er wahrscheinlich jede Menge Schimpfwörter ausstieß, hatte sie einen angenehmen Klang.

„Das war das Heißeste, was je jemand zu mir gesagt hat“, sagte Bakura grinsend, nachdem sich Ryou wieder beruhigt hatte.
„Provozier ihn nicht die ganze Zeit.“
„Aber er ist so süß, wenn er sich aufregt.“
„Du siehst ihn doch noch nicht einmal.“
„Ich stell‘s mir vor.“
Mariku schüttelte grinsend den Kopf. „Du bist echt ein Spinner.“
„Ich versuche nur meine letzten Momente so angenehm wie möglich zu gestalten. In Panik verfallen bringt jetzt auch nichts.“

Das Netz begann wieder zu zittern und das Grinsen auf Marikus Gesicht erstarb. Er versuchte nach oben zu sehen, doch das führte nur dazu, dass er mit seinem Nacken am Netz kleben blieb. Ein dumpfes Geräusch war zu hören und dann das wütende Fauchen einer der Spinnenfrauen. „Fass mich nicht an, du…“ Der Rest des Satzes wurde von Spinnweben gedämpft. Eine Trodectans tauchte neben Mariku auf, eine weitere neben Bakura. Sie tröpfelten etwas auf die Spinnweben, welche sich daraufhin langsam auflösten. Doch lange konnte Mariku seine neugewonnene Freiheit nicht genießen, denn kaum war er frei, wurde er erneut mit Spinnweben gefesselt. Er sah wie Ryou zappelnd an ihm vorbeigetragen wurde, den Mund mit Spinnweben verklebt. Mariku hielt still, als die Trodectans ihn hochhob und versucht nicht mit dem Gesicht die Haare zu berühren. Eine Gänsehaut kroch über seinen Körper und er versuchte, nicht an das Bevorstehende zu denken. Der Versuch war jedoch nicht von Erfolg gekrönt, denn seine Fantasie war viel zu lebhaft dafür. Er schauderte. Konnte man vor Ekel sterben? Denn das würde er ganz sicher.

Plötzlich war lautes, aufgebrachtes Fauchen zu hören und Mariku wandte den Kopf. Ein unangenehmer Geruch stieg ihm in die Nase, der ihn an verbrannten Gummi erinnerte. Er rümpfte die Nase.
Honda lag auf dem Boden. Sein Körper glühte wieder und Rauch stieg von seinen Fesseln auf. Die Trodectans wurden unruhig. Drei von ihnen näherten sich Honda. Mariku zog die Stirn kraus. Was hatte er vor? Wollte er sich schon vorab umbringen lassen? Oder war das ein eher kläglicher Versuch frei zu kommen? Mariku reckte den Hals, doch die Trodectans, die ihn trug, setzte sich wieder in Bewegung und er verlor Honda aus den Augen.
Mariku sah sich um, während sie über immer mehr Netze stiegen. Zumindest sofern er etwas erkennen konnte. Die Trodectans schienen überall zu sein. Dafür, dass ihre Fortpflanzung von anderen Arten abhängig war, schien ihre Population sehr hoch zu sein. Mariku versuchte zu zählen, doch es war unmöglich.

Eine Lichtung tat sich vor ihnen auf. Zu allen Seiten waren die Bäume mit Spinnnetzen verziert. Hunderte Augen waren auf sie gerichtet, als Mariku und die anderen fast in der Mitte der Lichtung auf den Boden gestellt wurde.
„Ich fühl mich ein bisschen beobachtet“, murmelte Jonouchi und sah sich mit großen Augen um.
„Ich bin ganz froh, dass ich grad nicht so viel sehe“, flüsterte Bakura. Die Haut um seine Augen war immer noch gerötet. Ryous Mund war immer noch verklebt. Er blickte nur finster drein.
„Es sind verdammt viele.“ Mariku legte den Kopf in den Nacken. Die Trodectans waren überall. Sie würden schon allein vor Erschöpfung sterben, wenn sie mit allen… Mariku schluckte.

Honda wurde neben ihnen abgestellt. Er hatte den Kopf gesenkt und die Augen geschlossen. Sein Körper wankte leicht. „Alles in Ordnung?“, flüsterte Jonouchi ihm zu, doch Honda schüttelte nur schwach den Kopf.
Eine Trodectans kam von der anderen Seite der Lichtung und gab aufgeregtes Klackern und Fauchen von sich. Das schien die anderen in Aufruhr zu versetzen. Die, die sie hergebracht hatten, zogen sich zurück. Nur eine blieb zurück und entfernte die Spinnweben um Ryous Mund. Ryou verzog das Gesicht vor Schmerz. „Verfluchtes Miststück“, fauchte er.
Über ihnen kam plötzlich Bewegung in die Spinnenfrauen und die Trodectans stellte sich neben sie wie eine Wache. Mariku hob den Blick. Zwischen den Aliens hatte sich eine Lücke geöffnet und eine Trodectans seilte sich von oben herab.

Als ihre acht Beine auf dem Boden aufsetzten, zweifelte Mariku keine Sekunde daran, dass es sich hierbei um die Königin handelte. Sie war größer und fetter als die anderen, zumindest was ihren Spinnenleib anging. Der Oberkörper wirkte genauso abgemagert wie bei den anderen. Ihre Wache verbeugte sich und verharrte in dieser Position.
Die Königin kam näher und betrachtete zuerst Honda. Sie sagte etwas zu ihrer Wache, welche hastig und nervös antwortete.
„Sieht aus, als würde der Spaß endlich losgehen“, murmelte Bakura. „Es war schön euch gekannt zu haben.“
„Ich wünschte, ich hätte euch nie kennen gelernt“, erwiderte Ryou grimmig. „Das hier ist alles eure Schuld.“
„Du könntest mir ruhig etwas Nettes sagen, jetzt, im Angesicht des Todes.“
„Ich hoffe, ich darf dabei zusehen, wie sich dich umbringen.“
„Du willst doch nur wissen, wie ich nackt aussehe.“ Ryou verdrehte die Augen. Er konnte nicht glauben, dass er in so einer Situation wirklich noch Energie darauf verschwendete mit Bakura zu streiten. Bakura war noch tausendmal schlimmer als Jonouchi, was die dummen Sprüche anging.

Als Mariku an der Reihe war, wandte er den Kopf zur Seite und versuchte die Finger in seinem Gesicht zu ignorieren. Er ertrug den Anblick ihres Gesichts nicht. Er hatte in seinem ganzen Leben nichts Widerlicheres gesehen. Mariku hatte das Gefühl, als würde sich die Königin besonders viel Zeit bei ihm lassen, aber vielleicht kam ihm das auch nur so vor. Er atmete erleichtert aus, als sie weiter zu Bakura ging.
„Wow, ich hätte nicht gedacht, dass es noch hässlicher geht“, sagte Bakura und sah sie direkt an. „Wird hier die Königin nach Hässlichkeit gewählt?“ Alarmiert sah Mariku ihn an, doch die Königin zeigte keine Reaktion. Zu ihrem Glück, oder auch Unglück, schien sie ihre Sprache nicht zu verstehen.
Ryou beugte sich von der Königin weg, als diese ihn berühren wollte, was zur Folge hatte, dass er rückwärts auf den Boden fiel. Bakura prustete. „Bastard“, schimpfte Ryou und zog Bakura im Liegen die Beine weg, sodass dieser ebenfalls nach hinten fiel. Mariku starrte stur geradeaus und konnte nicht fassen, wie sich die Beiden verhielten. Wieso hatte Malik ihn nicht umgebracht? Das wäre wenigstens schnell gegangen.
Jonouchi verdrehte die Augen. „Falls es euch noch nicht aufgefallen ist, wir stehen hier kurz vorm Abkratzen. Könntet ihr euch der Situation angemessen benehmen?“
„Ach, halt’s Maul“, fauchten Ryou und Bakura ihn gleichzeitig an, während sie von der Wache wieder auf die Beine gestellt wurden. Sie klapperte aufgeregt mit ihrem Beißwerkzeug und hob bedrohlich die Krallen.

Die Königin wandte sich von ihnen ab und betrachtete noch einmal kurz Honda und Jonouchi, bevor sie vor Mariku stehen blieb. Mariku biss sich auf die Unterlippe und starrte auf die freie Stelle am Bauch. Plötzlich stieß die Königin einen schrillen Schrei aus und es kam Bewegung in die restlichen Spinnenfrauen. Sie kamen näher, während die Königin Mariku aus der Reihe zog. „Ding, ding, ding, Jackpot“, flüsterte Bakura. Mariku schloss die Augen. Wieso ausgerechnet er?

„Eine ganz vorzügliche Wahl, meine verehrte Königin.“ Mariku riss die Augen auf und hob den Blick. Malik stand auf der Lichtung und verbeugte sich tief. „Ihr hättet Euch nicht besser entscheiden können.“
Die Königin fauchte. „Notechis“ war das Einzige, dass Mariku unter den Lauten, die sie von sich gab, verstehen konnte. Die Trodectans näherten sich Malik von allen Seiten, doch keine schien es zu wagen ihn anzugreifen.
Malik richtete sich wieder auf. Jetzt fiel Mariku auf, dass die Ärmel seines Oberteils fehlten. „Ich unterbreche diesen besonderen Moment nur sehr ungern, schönste aller Königinnen.“ Er setzte eine ernste Miene auf. „Ich bin hier auf Geheiß meines Vaters, Lord Ishtar.“ Die Königin winkte ihr Gefolge zurück und Malik trat langsam näher, während die Königin mit ihm sprach.
„Er wird sich sehr geehrt fühlen, wenn ich ihm davon berichte, dass Ihr Euch noch an ihn erinnert, verehrte Königin.“
Wieder sprach die Königin und Mariku sah interessiert von Malik zu ihr und wieder zurück. Also verstand sie ihre Sprache doch?
„Nach der Tragödie ist mein Vater zum Lord aufgestiegen.“ Ein kleines Grinsen umspielte Maliks Lippen, doch er versteckt es schnell wieder hinter einer ernsten Miene. „Und jetzt, da unser Volk wieder erstarkt, suchen wir erneut unsere treuen Verbündeten auf.“ Die Königin machte eine Handbewegung und Malik ging neben ihr her zu einem der Netze. Sie stiegen darauf und Mariku war überrascht, dass Malik nicht daran kleben blieb. Er stieg die Fäden hinauf wie eine Treppe, achtete dabei jedoch immer darauf einige Stufen unter der Königin zu sein.
„Ich wusste doch, dass er ein verdammter Verräter ist“, zischte Ryou und warf Mariku einen bösen Blick zu. Dieser beachtete ihn jedoch gar nicht und beobachtete Malik und die Königin.

„Ich bin sicher“, fuhr Malik fort, „das Ihr, schönste Königin, und Euer verehrtes Gefolge, weitaus Besseres verdient habt als diese“, er machte eine Handbewegung in Richtung Mariku und den anderen, „Schwächlinge.“ Er stieg näher an die Königin heran. „Wenn ihr euch uns erneut anschließt, dann bekommt ihr nur die feinste Auswahl. Die besten und stärksten Männer, die andere Rassen zu bieten haben.“

„Was hat er vor?“, fragte Bakura leise und Mariku zuckte so gut es ging mit den Schultern. Er stemmte sich gegen die Spinnfäden, doch sie saßen zu fest.
„Was schon? Uns verraten, wie er es schon die ganze Zeit geplant hat.“
„Nein“, widersprach Mariku und richtete seinen Blick wieder auf Malik. „Das glaub ich nicht.“
Ryou verdrehte die Augen. „Ich kann nicht fassen, dass du so dumm bist. Ich hätte dich auf dieser Raumstation verrecken lassen sollen.“
„Mir wär’s auch lieber gewesen, dann müsste ich mir jetzt nicht diesen Scheiß hier antun!“

Während Malik weiter auf die Königin der Trodectans einredete, ihr Komplimente machte und süße Versprechungen ins Ohr flüsterte, kam er ihr immer näher. Nur langsam und vorsichtig, so dass es nicht auffiel. Er hatte nur eine einzige Chance. Er spannte die Muskeln in seinen Armen an und fixierte den Hals, während er weitersprach. Er war froh, dass sein Vater ihn gelehrt hatte, wie man andere mit Worten umgarnte.
Gift tropfte von seinen Klauen, doch sein Gift würde ihm hier nichts nutzen. Wie er selbst auch, waren die Trodectans gegen Gifte immun. Maliks Angriff kam schnell und unerwartet für die Königin. Sie war schon längst gefangen gewesen von seinen umschmeichelnden Worten. Fast bis zur Schulter steckte sein Arm im Hals der Spinnenfrau.

Einen Moment herrschte völlige Stille. Mariku und Ryou hatten aufgehört zu streiten und starrten mit offenen Mündern zu Malik, der langsam seinen Arm wieder zurückzog und vom Netz sprang. Als seine Füße den Boden berührten, durchdrang ein greller Schrei die Stille und hunderte Trodectans setzten sich in Bewegung.
Mariku zog den Kopf ein und schloss die Augen in Erwartung jeden Moment in Stücke gerissen zu werden, doch der Schmerz blieb aus. Stattdessen hörte er Maliks Stimme neben sich: „Beeilt euch! Wir haben nicht so viel Zeit.“ Mariku öffnete die Augen wieder. Nicht weit von ihm lagen einige tote Trodectans. Getötet von ihren eigenen Artgenossen. Mit seinen Klauen zerriss Malik die Fesseln. Wie gebannt starrte Mariku auf die Trodectans, die sich beim Körper der töten Königin gegenseitig bekämpften.
„Was… hast du getan?“, fragte Bakura mit heiserer Stimme.
„Keine Zeit jetzt“, fauchte Malik und packte Mariku am Arm, um ihn hinter sich her zu ziehen. Mariku konnte den Blick nicht von den Trodectans abwenden. Was passierte hier? Was versuchten sie zu erreichen? „Verdammt noch mal, schau noch vorne!“ Malik riss schmerzhaft an seinem Arm und brachte Mariku damit in die Realität zurück. Er wandte seinen Blick ab und beschleunigte seine Schritte. Jonouchi musste Honda stützen, der immer noch benebelt wirkte. Malik nahm darauf jedoch keine Rücksicht. Er eilte zwischen den Bäumen hindurch und Mariku kam schon bald ins Schwitzen. Auf ihrem Weg kamen sie vereinzelt an Trodectans mit herausgerissener Kehle vorbei. Malik hatte ganze Arbeit geleistet.
Inzwischen war Mariku auch ganz froh, dass er Maliks Fesseln durchgeschnitten hatte. Ohne ihn wären sie Spinnenfutter.

Sie ließen das Nest hinter sich und es wurde wieder heller um sie herum. Mariku atmete schwer. Die drückende Luft machte ihm das Laufen nicht einfach. Inzwischen war er kaum schneller als Jonouchi und Honda. Mariku hustete und sein Brustkorb schmerzte von den Strapazen.
„Wenn du stehen bleibst, bist du tot“, erklärte Malik, der plötzlich neben ihm lief. Mariku warf ihm nur einen kurzen Blick zu und richtete ihn anschließend wieder nach vorne. Er biss die Zähne zusammen. Er würde diesen verfluchten Aliens schon zeigen, dass er der Belastung standhielt.
Malik rannte wieder nach vorne.

Im Inneren des Raumschiffs sank Mariku auf die Knie. Nicht nur seine Beine, sondern sein ganzer Körper zitterte. Hastig atmete er Sauerstoff in seine Lungen. „ANZU!“, brüllte Ryou. Auch er war leicht außer Atem. „Mach sofort das Schiff startklar!“
„Was ist passiert?“
„Keine Zeit. Wir müssen hier verschwinden.“
„Ich halte das für keine…“
„Keine Diskussion!“ Er schob sie regelrecht Richtung Cockpit. „Jou, komm mit!“, rief er über die Schulter. „Bakura kümmere dich um Honda. Los! Los!“
„Ich bin selbst verletzt“, erwiderte Bakura, doch Ryou hörte ihn schon nicht mehr. Seufzend übernahm Bakura Honda von Jonouchi. Die Eingangsschleuse schloss sich und Mariku zog die Beine an. Er legte seine Stirn auf seine Knie. Seine Schulter hatte wieder angefangen zu schmerzen. „Ihr Menschen seid einfach zu schwach“, sagte Malik und lehnte sich neben ihn gegen die Wand.
„Sei still“, fuhr Mariku ihn an. Malik lachte leise.

Zitternd setzte sich das Raumschiff in Bewegung. Es flog immer noch äußerst unstabil. Mit einer Seite schrammten sie an einem Baum entlang. Schwerfällig kam Mariku wieder auf die Beine. Er stützte sich an der Wand ab, während er in seine Kabine ging.
Seufzend ließ er sich aufs Bett fallen und berührte seine Schulter. Sie hatten überlebt. Sie waren wirklich lebend aus dieser Sache herausgekommen. Er fing an vor Erleichterung zu lachen.
„Hast du jetzt komplett den Verstand verloren?“
Mariku setzte sich auf und sah Malik an. „Was willst du hier?“
„Ich hab euch das Leben gerettet. Du könntest ruhig netter zu mir sein“, wiederholte er, was Mariku einige Stunden zuvor zu ihm gesagt hatte. Malik setzte sich an das Fußende des Bettes.

„Danke“, sagte Mariku nach einer Weile leise. Er hielt sich am Kopfgestell des Bettes fest, um zumindest etwas Halt zu haben, während das Schiff sich gefährlich neigte. „Was ist passiert?“ Malik lehnte sich gegen die Wand und leckte sich das Blut von den Fingern. Sein ganzer Arm war damit bedeckt. „Das ist wirklich widerlich.“ Malik ließ den Arm sinken und leckte sich über die Lippen.
„Ich hab die Königin getötet“, erklärte er das Offensichtliche.
„Ja, das hab ich gesehen, aber das danach.“ Malik sah Mariku lange an, dann zuckte er mit den Schultern. Das Wackeln des Raumschiffs schien ihn nicht zu stören.
„Die Trodectans lieben und verehren ihre Königin“, begann Malik zu erklären, „doch sie hassen auch nichts mehr als ihre Königin.“ Er grinste. „Sobald eine Königin stirbt, wird die nächste diejenige sein, die das Herz der alten Königin frisst.“
Mariku schauderte und öffnete den Mund, doch bevor er etwas sagen konnte, glitt die Tür auf. Ryou hatte eine Waffe auf Malik gerichtet. „Mitkommen!“
„Wieso sollte ich?“
„Weil es dich diesmal nicht nur betäuben wird, Bastard.“
„Ryou…“, fing Mariku an, was nur zur Folge hatte, das Ryou das Gewehr auf ihn richtete.
„Halt’s Maul! Du hast schon genug angerichtet!“
Maliks Bewegungen waren zu schnell für Marikus Augen und auch Ryou reagierte zu langsam. Die Waffe fiel zu Boden und Ryous Augen weiteten sich überrascht. Malik hatte seine Klauen gegen seine Kehle gedrückt. Ryou spürte das Gift an seinem Hals hinab rinnen. „Du gibst mir keine Anweisungen mehr, Sklave.“

Fortsetzung folgt...
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