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Bakura saß an Ryous Bett und hielt seine Hand. Es fiel ihm schwer die Augen offen zu halten, doch er wollte wach sein, wenn Ryou aufwachte. Er hatte es geschafft. Er würde überleben. Bakura war so froh, dass er am liebsten geweint hätte, doch er hatte keine Kraft dafür. Sanft streichelte er über Ryous Handrücken. „Ich bin da“, flüsterte er. „Keine Sorge, ich geh nicht weg.“ Es war noch unklar, wann Ryou aufwachen würde, doch Bakura hatte sich geschworen nicht von seiner Seite zu weichen. Er wollte für ihn da sein, wenn er aufwachte und sich entschuldigen, dass er so ein Idiot war.

„Wie geht es ihm?“, fragte Malik leise. Er hatte sich nicht davon abhalten lassen mit Mariku ins Krankenhaus zu fahren, auch wenn dies Mariku scheinbar im ersten Moment widerstrebt hatte. Malik konnte sich nicht erklären, was plötzlich in ihn gefahren war und so schob er es einfach auf den Stress und die Schlaflosigkeit. Selbst an Mariku konnte so ein Erlebnis nicht spurlos vorübergehen. Sie hatten schon versucht mit Bakura zu reden, doch dieser war zu sehr auf Ryou fixiert um sie zu realisieren. Er stand immer noch unter Schock und Malik konnte das gut verstehen.
„Es besteht keine Lebensgefahr mehr, aber er wird noch eine ganze Weile hierbleiben müssen. Es wurden wichtige Blutgefäße verletzt, das bedarf noch weiterer Beobachtung“, erklärte Herr Minamoto.
„Und Bakura?“, wollte Mariku wissen.
„Sein Fußgelenk ist angeknackst und ansonsten seht ihr ja selbst.“ Der Schuldirektor seufzte. „Es gibt im Moment nichts was wir tun können. Bakura braucht vor allen Dingen jetzt Schlaf, aber er weigert sich beharrlich. Man hat versucht ihn mit Medikamenten zum Einschlafen zu bringen, aber jedes Mal, wenn ihm jemand zu nahe kommt, dann fängt er an zu schreien.“

Mariku trat nah an Bakura heran und legte ihm die Hand auf die Schulter. Bakura zuckte noch nicht einmal zusammen. „Mariku, du bist da“, sagte er leise ohne seinen Blick von Ryou abzuwenden.
„Natürlich, ich lass dich doch nicht allein“, flüsterte er.
„Ich warte, dass er aufwacht.“
„Das wird er, ganz bestimmt. Willst du dich nicht ein bisschen hinlegen?“
„Nein“, widersprach Bakura laut und senkte dann wieder die Stimme. „Ich muss bei ihm bleiben.“
„Ich pass auf ihn auf, während zu schläfst.“
Doch Bakura schüttelte den Kopf. „Das ist jetzt meine Aufgabe.“ Sanft strich Mariku seinem Freund über den Kopf.

Malik stand abseits und fühlte sich fehl am Platz. Als er sah, wie zärtlich Mariku mit Bakura umging, wusste er, dass er überflüssig war. Er konnte hier nichts tun und niemandem helfen. Malik drehte sich um und ging. Hoffentlich fand er den Weg zurück alleine. Er zog sich die Kapuze über den Kopf, als er nach draußen ging. Die Sonne hatte es geschafft, sich durch die Wolken zu kämpfen und spendete kaltes Licht. Malik zog seine Hände in seine Ärmel zurück. Wieso vergaß er nur ständig seine Handschuhe? Er musste an den Tag denken, als er mit Mariku beim See war und er ihm seine Handschuhe geliehen hatte. Inzwischen kam es ihm vor, als wären Jahre seitdem vergangen. Es war ein schöner Tag gewesen. Er hatte viel Spaß gehabt und dabei eine ganz andere Seite an Mariku kennen gelernt. Zumindest seine Welt war zu diesem Zeitpunkt noch in Ordnung gewesen.


Zurück im Internat kam er gerade richtig zum Mittagessen. Obwohl er keinen Hunger hatte, gesellte er sich zu den anderen Schülern, lauschte ihren Gesprächen und zwang sich schnell die Suppe hinunter. Selbst hier fühlte er sich wie ein Fremder. Er wollte nach Hause zu seiner Familie. Die Sehnsucht trieb ihn zum Telefon, doch das Schicksal war grausam und so hörte er nur Rauschen in der Leitung. Er hasste den Schnee und die Kälte. Er hasste diesen Ort. Malik zog sich in sein Zimmer zurück und entschied sich für eine warme Dusche. Er hoffte, dass es ihn irgendwie auf andere Gedanken brachte, doch er blieb melancholisch. Malik vergrub sich unter seiner Decke und schloss die Augen. Vielleicht schaffte er es etwas zu schlafen. Er fühlte sich kraftlos, aber das war kein Wunder. Zumindest fühlte er sich durch die Dusche ein kleines bisschen besser. Schlaf kam überraschend schnell.


Anklopfen war etwas, das Mariku für gewöhnlich nicht tat, besonders nicht, wenn er Bakuras Zimmer betrat. Doch diesmal war es nicht sein bester Freund der auf der anderen Seite war, sondern Malik. Es war ihm nicht aufgefallen, dass er das Krankenhaus verlassen hatte und er fühlte sich deswegen unwohl, doch er war nicht sofort zurückgefahren, denn er hatte weiterhin für Bakura da sein müssen. Bakura war am Ende doch eingeschlafen, doch Mariku hatte versprechen müssen auf Ryou aufzupassen, während Bakura schlief und so hatte er an Ryous Bett gewacht und dessen Hand gehalten. Inzwischen war es wieder Abend und das Abendessen längst vorbei. Wahrscheinlich wäre er immer noch im Krankenhaus, hätte der Direktor nicht darauf bestanden, dass er mit ihm zurückfuhr.
Als er ein leises „Ja“ hörte, trat Mariku ein. Malik sah ihn verschlafen an. „Hab ich dich geweckt?“ Malik nickte. „Tut mir leid.“
„Seit wann klopfst du an?“, fragte Malik, während er sich den Schlaf aus den Augen rieb. Mariku zuckte nur mit den Schultern. Er wusste keine wirkliche Antwort darauf, außer vielleicht, dass er Angst vor seinen eigenen Gedanken hatte. Er setzte sich auf Bakuras Bett und fühlte sich seit langer Zeit mal wieder nervös.

„Warum bist du gegangen?“, fragte Mariku schließlich und sah Malik nur immer wieder kurz an.
Malik fuhr sich durch die Haare und strich sie wieder glatt. „Ich mag Krankenhäuser nicht sonderlich“, log er. „Da fühl ich mich immer so unwohl.“
„Kann ich verstehen.“ Eine unangenehme Stille entstand und beide Jungen sahen sich unwohl um. „Ich geh dann wohl wieder und lass dich weiterschlafen. Ich sollte mich auch endlich hinlegen.“
Als Mariku schon fast an der Tür war, rief Malik nach ihm. „Fährst du morgen wieder ins Krankenhaus?“
„Ja, willst du mit?“
„Nein“, Malik schüttelte den Kopf, „schon okay.“ Er hoffte, dass Lächeln auf seinen Lippen würde nicht zu verkrampft aussehen.


Als Mariku am nächsten Tag wieder klopfte, stellte Malik sich schlafend und stand erst auf, als er sicher war, dass Mariku gegangen war. Ohne Hektik zog er sich an und wanderte anschließend ziellos durch das Gebäude. Nach einiger Zeit trieb es ihn zum Telefon und hoffnungsvoll nahm er den Hörer ab. Malik atmete hörbar aus, als das Freizeichen erklang. Hastig wählte er die Nummer von zuhause und schloss die Augen während es klingelte. Hoffentlich war jemand zu Hause.
„Hallo?“, hörte er seine Schwester sagen.
„Isis!“ Es tat gut ihre Stimme zu hören.
„Malik, wie schön! Wieso hast du dich denn nicht gemeldet? Ich hatte gehofft, du würdest deine Ferien zuhause verbringen.“
„Die Telefonleitung war tot wegen dem Schnee.“
„Oh, aber ich bin froh endlich wieder von dir zu hören. Wie geht’s dir?“
Malik setzte sich hin. „Ein Freund hatte einen Unfall und liegt jetzt im Krankenhaus“, erzählte Malik seiner Schwester. „Ich mach mir Sorgen um ihn. Es ist hier alles grad nicht so leicht.“ Er seufzte. „Ich vermisse dich und Rishid.“
„Sollen wir dich abholen?“, fragte Isis. „Du kannst deine restlichen freien Tage hier verbringen. Es ist erst Mittag, wir können dich heute Abend abholen.“
Maliks Herz machte einen kleinen Hüpfer. „Ja, geht das? Ich will nach Hause.“
„Natürlich. Ich sag gleich Rishid Bescheid und dann kommen wir.“
„Ich freu mich!“
„Ich mich auch. Bis heute Abend.“
„Bis dann.“
Als Malik auflegte, fühlte er sich viel besser. Nach Hause. Seine Geschwister würden kommen und ihn holen. Er freute sich darauf. Endlich wieder nach Hause, weg von all seinen Sorgen, zumindest für ein paar Tage. Vielleicht war alles wieder in Ordnung, wenn er zurückkam. Ryou wieder zurück, Bakura wieder bei Sinnen und Mariku... er wusste nicht, was er von ihm halten sollte. Die plötzliche Veränderung in seinem Verhalten verwirrte ihn. Malik schob seine Hände in seine Hosentaschen, während er zurück auf sein Zimmer ging um ein paar Sachen zu packen. An Silvester hätten sie sich fast geküsst, als sie beide im Schnee lagen und er hätte es sogar zugelassen. Er fand den Gedanken daran weniger abstoßend als noch vor ein paar Monaten. Hatte er sich zu sehr daran gewöhnt? Hin und wieder dachte er an den Sex, den sie gehabt hatten. Es hatte sich gut für ihn angefühlt. Das Blut schoss Malik in die Wangen. Es war sicher nicht schlecht, wenn er einige Tage Abstand von Mariku hatte, dann konnte er auch in Ruhe darüber nachdenken ohne tagtäglich damit konfrontiert zu werden.


Malik saß neben seiner gepackten Tasche und sah ungeduldig auf die Uhr. Alle fünf Minuten stand er auf und ging zum Fenster, in der Hoffnung, ein Auto würde auf den Hof fahren. Erst hatte er darüber nachgedacht gleich draußen zu warten, doch das war ihm zu kalt. Malik seufzte. Wo blieben sie nur? Unruhig wippte er mit seinem Fuß und stand schließlich wieder auf. Er kniff die Augen zusammen, als er aus dem Fenster sah. Inzwischen wurde es schon dunkel, doch weit und breit war noch niemand zu sehen.
Als sich plötzlich die Tür öffnete, zuckte Malik zusammen. Es war Mariku, der diesmal ohne zu Klopfen reinkam. „Hey“, begrüßte er Malik mit einem schwachen Lächeln.
„Ach, du bist schon wieder da?“ Malik hatte gehofft, er wäre weg bevor Mariku kam. Irgendwie wollte er sich nicht von ihm verabschieden, auch wenn es nur für ein paar Tage war.
„Gehst du weg?“ Mariku deutete auf die Reisetasche.
„Meine Schwester holt mich gleich ab“, erklärte Malik. „Ich verbring die letzten Ferientage noch zuhause.“
„Oh... das ist schön für dich.“ Doch er klang alles andere als begeistert.
„Wie geht’s Ryou?“, wechselte Malik das Thema.
„Unverändert.“
„Und Bakura?“
„Er schläft jetzt öfter, zumindest wenn ich da bin um auf Ryou aufzupassen.“
„Ich hoffe, es wird alles wieder gut.“
„Ich auch“, stimmte Mariku zu. Er kam ein bisschen näher und Malik richtete seinen Blick wieder aus dem Fenster. Ein Auto fuhr gerade in den Hof ein.
„Ah, da sind sie.“ Er löste sich vom Fenster und griff nach seiner Tasche. „Wir sehen uns dann in ein paar Tagen.“ Doch bevor er gehen konnte, hielt Mariku ihn am Handgelenk fest.
„Du kommst doch wieder?“
„Versprochen.“ Als Mariku sein Handgelenk wieder freigab, wandte sich Malik zur Tür, doch er zögerte, drehte sich noch einmal um und gab Mariku einen flüchtigen Kuss auf die Lippen. Dann rannte er aus dem Zimmer.

Maliks Herz pochte wie wild. Wieso hatte er das getan? Hatte er jetzt völlig den Verstand verloren? Er hatte Mariku geküsst! Freiwillig! War er denn von allen guten Geistern verlassen? Doch er schob seine Gedanken beiseite, als er seine Schwester sah und sie umarmte. Er hatte sich noch nie so gefreut sie zu sehen.
„Wir sind leider etwas spät. Der Schnee ist ja fürchterlich.“
„Schon okay.“ Er umarmte Rishid. „Ich bin so froh, dass ihr da seid.“ Er warf seine Tasche in den Kofferraum. „Und ich freu mich auf zuhause. Mein eigenes Bett!“ Malik seufzte. „Nichts ist schöner als das eigene Bett!“ Sie lachten und stiegen in das Auto ein. Als sie losfuhren warf Malik einen Blick zurück. Hoffentlich kam Mariku auch ohne ihn klar.


Mariku saß auf Maliks Bett, die Finger an die Lippen gehoben. Er hatte ihn geküsst. Malik hatte ihn wirklich geküsst! Nur kurz, aber es war passiert. Er konnte es immer noch nicht fassen. Wie war denn das passiert? Oder träumte er nur? Nein, wäre es ein Traum, dann wäre es nicht nur bei diesem kurzen Kuss geblieben. Also war es wirklich passiert. Mariku begann erst zu grinsen und dann zu lachen. Er ließ sich rückwärts aufs Bett sinken und streckte die Arme von sich weg. Also hatte er es sich nicht nur eingebildet, dass sie sich vor zwei Tagen fast geküsst hätten. Wäre Ryou nicht aus dem Fenster gestürzt, dann wäre es passiert.

„Malik.“ Er ließ sich den Namen auf der Zunge zergehen. Malik und er. Zusammen. Als Paar. Nein, nein, er ging schon zu weit. Bisher war es nur ein kleiner Kuss gewesen. Er würde die Dinge sachte angehen und nicht dieselben Fehler machen wie früher. Mariku rollte sich hin und her und schwelgte in seinem Glück. Grinsend sah er an die Decke. Endlich etwas Positives in seinem Leben.


Zuhause war es einfach am Schönsten. Zufrieden seufzend ließ sich Malik auf sein Bett fallen. Und das eigene Bett war das bequemste. Seit er zuhause angekommen war, fühlte er sich viel besser, als wäre ihm eine schwere Last abgenommen worden. „Hast du noch Hunger?“ Sein Magen knurrte als Antwort. Isis lachte. „Ich mach dir noch schnell was.“
Malik sah sich in seinem Zimmer um. Er hatte es so sehr vermisst zuhause zu sein. Auch wenn er früher häufig gesagt hatte, wie sehr er es hasste hier zu sein, so wollte er jetzt gar nicht mehr gehen. Glücklich umarmte er sein Kissen. Am liebsten würde er gar nicht mehr zurück ins Internat. Er musste an Mariku denken und ihm wurde mulmig zumute. Er hatte Mariku versprochen, dass er wieder kam. Und er hatte ihn geküsst! Das war einfach zu verrückt! Malik konnte immer noch nicht fassen, dass er das wirklich getan hatte. Was hatte er sich nur dabei gedacht? Wahrscheinlich hatte er gar nicht nachgedacht. Er musste unbedingt wieder in die Gesellschaft von ein paar Mädchen.

Mit Heißhunger verspeiste er das, was seine Schwester ihm zubereitet hatte. Selbst das Essen schmeckte viel besser und es war angenehm mit seiner Schwester und seinem Bruder zusammen zu sitzen.
„Wie geht es deinem Freund?“, wollte Isis wissen.
„Er ist immer noch im Krankenhaus und in so eine Art Koma. Zumindest wacht er nicht auf.“
„Was ist passiert?“
„Er ist aus dem Fenster gefallen“, erzählte Malik, ließ jedoch das Blut bewusst weg. Er wollte nicht von Blut reden und schon gar nicht daran denken.
„Und wie kommst du mit den Lehrern zurecht?“
„Ganz gut. Die sind alle recht cool drauf und meine Noten sind ganz gut, denk ich.“
„Zumindest besser als früher.“
Überrascht sah Malik Isis an. „Woher weißt du das denn?“
„Wir kriegen natürlich mitgeteilt, wie dein Leistungsstand ist.“
„Oh, dass wusst ich gar nicht.“ Malik ließ die Gabel sinken und lehnte sich zurück. „Das war gut.“
„Du hast gegessen, als hättest du seit Tagen nichts mehr gehabt“, lachte Rishid und räumte Maliks Teller vom Tisch.
„Zuhause schmeckt’s halt am besten.“ Malik grinste, doch musste er gleich darauf gähnen. Es war inzwischen schon spät und auch die lange Autofahrt hatte ihn müde gemacht. „Ich leg mich hin. Gute Nacht.“

Die nächsten zwei Tage verbrachte Malik mit seinen Geschwistern. Sie gingen zusammen durch die Stadt, ein bisschen Shoppen und essen. Malik fühlte sich wohl und ihm graute schon wieder vor seiner Abreise. Am späten Nachmittag kontaktiere er seine ehemaligen Schulkameraden. Die waren begeistert, dass Malik wieder da war und so verabredeten sie sich für eine Party.
Malik freute sich darauf seine alten Freunde wieder zu sehen und natürlich auch die Mädels. Mariku war in letzter Zeit einfach zu häufig in seinen Gedanken gewesen. Isis war nicht begeistert, dass er ausging, doch Malik ließ sich nicht aufhalten.

„Schaut euch an, wer da ist!“, begrüßte ihn sein Freund Atemu grinsend. Malik traf sich mit seiner ehemaligen Clique in ihrem Stammclub. „Haben sie dich auch endlich mal rausgelassen aus deinem Gefängnis? Hast du uns vermisst?“
„Deine Fresse ganz sicher nicht“, erwiderte Malik und ließ seinen Blick über die Anwesenden schweifen. Nur Kisara und Atemu waren bisher da „Wo sind die anderen?“
„Seto arbeitet und Mai wollte später kommen“, antwortete Atemu.
„Und Anzu und Yuugi?“
Kisara lachte. „Pass auf, das wirst du nicht glauben...“
„Halt‘s Maul“, unterbrach sie Atemu bevor Kisara überhaupt richtig angefangen hatte. Kisara warf ihm einen kalten Blick zu.
„Setz dich erst mal zu mir.“ Sie klopfte neben sich und Malik kam der Einladung gerne nach. Kisara war schön und für Malik keine, die er von der Bettkante stoßen würde. Leider war er bisher gerade mal bis an ihre Brüste gekommen. „Also, unsere liebe Anzu hat einen Braten in der Röhre.“ Kisara grinste voller Genugtuung. Sie und Anzu hatten schon immer ihre Probleme miteinander gehabt. Malik war über die Neuigkeit eher wenig überrascht. Anzu und Yuugi waren schon lange zusammen und immer so ein kleines Traumpaar gewesen. „Aber das Beste kommt er noch: Yuugi ist nicht der Vater.“
Malik klappte er Mund auf. „Wa-was?“, stammelte er.
Kisara schien die Situation zu genießen. „Unser lieber Atemu wird jetzt Papa.“ Atemu funkelte sie nur böse an und leerte sein Glas mit einem Zug.
Malik starrte seinen Freund entgeistert an. „DU?!“
„Ja, ICH“, murrte Atemu und stellte sein Glas hörbar ab.
„Ist das sicher?“
„100%!“ Kisara war bester Laune. „Sie hat’s ihm gestanden, wollte es aber Yuugi unterschieben, aber der hat durch Zufall alles mitgekriegt.“
Malik trank einen Schluck von seinem Drink. Es hatte sich viel getan seit er weg war.

„Lass uns lieber das Thema wechseln“, knurrte Atemu. „Wie ist dein Gefängnis so?“
„Eigentlich ganz cool“, antwortete Malik schulterzuckend.
„Auch ein paar coole Typen?“
Malik nickte. „Aber lass uns nicht von der Schule reden. Ich bin hier zum Feiern!“ Er wollte nicht über das Internat reden, auch nicht über Bakura und Ryou und erst recht nicht über Mariku.
„Wie wahr, wie wahr“, sagte Kisara und drückte sich gegen Malik. Er konnte ihre Brüste an seinem Arm spüren und linste in ihren Ausschnitt. Ihre Brüste waren äußerst üppig und nur zu gern wollte Malik an ihnen rumspielen, doch er war sich unsicher, ob ihm das gefiel. War sie nicht mit Seto zusammen?
Als hätte Atemu seine Gedanken gelesen sagte dieser: „Kannst du froh sein, dass Seto arbeitet.“
Kisara warf ihm einen kurzen Seitenblick zu. „Der arbeitet doch ständig und denkt, er kann sich meine Zuneigung mit teuren Geschenken erkaufen.“ Sie kicherte. „Ein bisschen stimmt’s“, sie spielte mit der Kette um ihren Hals, „aber ich brauch auch jemanden, der nicht nur mit seinen Computer spielt, sondern auch mit denen hier.“ Sie umfasste ihre Brüste und hob sie an. Malik schluckte, doch fühlte er sich weniger davon angeturnt als früher. „Außerdem wachs ich unten rum sonst noch zu“, flüsterte sie Malik zu und Atemu verdrehte die Augen.
„Ich brauch mehr zu trinken.“

Kaum war Atemu außer Sicht, küsste Malik Kisara begierig. Er musste endlich aufhören an Mariku zu denken. Er war ein Kerl, er durfte einfach nicht mehr an ihn denken und auch erst recht nicht an das, was passiert war. Doch so sehr Malik es versuchte, er konnte Mariku nicht vergessen. Die Küsse mit Mariku waren anders. Rauer. Aufregender. Es war Mariku, der die Führung übernahm. Hier war er es selbst, der den Kuss dominierte. Kisaras Finger waren kühl. Marikus Finger warm. Malik umfasste eine ihrer Brüste und knete sie sanft. Mit dem Daumen strich er über den harten Nippel. Marikus Körper war muskulös. Er war stärker als Malik.
Malik ließ seine Hand in die Bluse gleiten und schob den BH nach oben. Mit der zweiten Hand strich er durch ihre langen Haare. Mariku hatte auch lange Haare, doch bei ihm standen sie wild ab. Er ließ die zweite Hand in die Bluse wandern, doch Kisara schob ihn leicht von sich. Ihre Augen waren tiefblau. Mariku hatte lavendelfarbene Augen. „Du kannst ja echt nicht mehr warten“, sagte sie vergnügt.
Warten. Mariku wartete auf ihn. Er hatte ihm versprochen zurückzukommen.
Kisara wollte ihn wieder küssen, doch diesmal blockte er sie ab. Er fühlte nichts. Es erregte ihn nicht sie anzufassen. Malik zog seine Hände zurück. „Sorry“, murmelte er und ging. Kisara rief ihm irgendwas hinterher, doch Malik achtete nicht weiter darauf. Er verabschiedete sich von Atemu, der ihn verwirrt ansah, dann ging er nach Hause.

Als Malik später in seinem Bett lag, dachte er darüber nach was zuvor passiert war. Vor ein paar Monaten hätte er schon einen Ständer gehabt, wenn er nur eine von Kisaras Brüsten angefasst hätte, doch diesmal hatte sich nichts gerührt. Er hatte sie die ganze Zeit mit Mariku verglichen. Was war nur los mit ihm? Wieso konnte er nur nicht damit aufhören an ihn zu denken? Wie Mariku ihn berührt hatte...
Plötzlich bekam Malik eine Gänsehaut. Nein, er durfte nicht daran denken. Doch er konnte seine Gedanken nicht aufhalten. Er konnte nicht vergessen, wie Mariku ihn geküsst hatte. Er hatte Marikus Namen gestöhnt. Malik kroch die Röte über die Wangen. Er hatte Marikus Namen gestöhnt und es genossen, von ihm gefickt zu werden. Malik vergrub sein Gesicht im Kissen. „Nein“, flüsterte er. Sein Schwanz war hart.

Fortsetzung folgt...

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